Sehens- & Wissenswertes

Als ein vielfältiges Wechselspiel von Brunnen, Lindenallee, überdachter Einkaufsstraße und Promenade präsentiert sich die Königstraße, ein 1 km langer Boulevard, der sich durch die Innenstadt von Duisburg zieht. Die insgesamt 5 Brunnen namhafter Künstler stehen jeweils an den Einmündungen der Querstraßen in die Königstraße und laden zum Dialog zwischen Kunst und Urbanität ein.

Der Brunnen ist eine Gemeinschaftsarbeit von Niki de Saint Phalle und Jean Tinguely (1925 - 1991). Niki de Saint Phalle (1930 - 2002) schuf das vogelähnliche Fabelwesen, an das sich eine weibliche Figur klammert. Mit ausgebreiteten Armen aufrecht stehend, verkörpert er das uralte mit dem Vogel verbundene Symbol des Himmels.

Der stattliche Brunnen wurde anlässlich des 125jährigen Bestehens der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer eingeweiht. Seine Errichtung vor dem Gebäude finanzierte sich aus Spenden der Mitglieder.

Diese lebensgroße Bronzeskulptur eines urinierenden Knaben steht in einer Brunnenschale. Sie zitiert in ihrer Haltung das berühmte Brunnen-Vorbild in Brüssel. Der Hintergrund der Legende zu "Männeken Pis" ist volkstümlicher Art.

Umsäumt von Platanen auf dem Friedrich-Wilhelm-Platz - in der Mitte des Sonnenwalls - liegt der Brunnen "Skulptur für Duisburg". Zylinder und Kegel, Terrassen und Treppen, Ruhe und Bewegung bilden zusammen mit dem Spiel des Wassers ein vielfältiges Formenspiel. Bewegung und Rhythmus, Prinzipien unseres Lebens, sind im Brunnen künstlerisch umgesetzt.

Der Mercator-Brunnen vor dem Rathaus erinnert an den berühmten Kartografen und Astronomen Gerhard Kremer, der sich latinisiert Mercator nannte (1512-1594). Der gebürtige Niederländer lebte von 1552 bis 1594 in Duisburg. Geschaffen wurde der Brunnen anläßlich des 300. Jahrestages der Herausgabe von Mercators großer Seekarte.

Der Grundstein für die Brunnenmeile wurde 1983 mit dem Brunnen von André Volten gelegt. Die Duisburger tauften ihn "Die Waschmaschine". Der Brunnen ist aus drei versetzten Stahlzylindern aufgebaut, die von oben herab durch Wasser umspült werden. Die den Brunnen prägenden Stilmittel, Stahl und Wasser, erinnern an die bedeutenden Wirtschaftszweige Duisburgs: die Stahlproduktion und den Hafen.

Der Duisburger Hafen inspirierte bei diesem Brunnen: Der Künstler schuf ein 100 qm großes Wasserbecken und stellte in ihm drei Skulpturen auf. Diese zeigen die Frontalansicht von Schiffen, zugleich ähneln ihre Bugformen Masken oder gotischen Häusergiebeln.

Aus rotbrauner Keramik schuf der Künstler an einem der lebhaftesten Punkte der Innenstadt eine Wasserlandschaft, die in geometrischer Form das Stadtbild Duisburgs verkörpert. So ist der Begriff "Stadt" als ein geschlossenes Ganzes eingegangen in die Kreisform der geneigten Scheibe.

Der Triton- oder Delfin-Brunnen wurde für den Rathaus-Durchgang entworfen und ursprünglich dort auch aufgestellt. Erst 1971 wurde er auf seinen heutigen lichteren Standplatz versetzt.

Der Brunnen lädt zum Spiel mit der Phantasie ein: Seltsame Ungeheuer und Gegenstände speien kleine Fontänen und erheben sich wie Fremdlinge aus dem Wasser heraus. In dem kleinen, quadratisch angelegten Brunnen befinden sich Bronzeskulpturen, die Tieren und Pflanzen gleichen, ohne sich jedoch eindeutig zu erkennen zu geben. Der Künstler ist berühmt für seine märchenhaften Figuren. Wer genauer hinsieht, erkennt Schlangenhälse, ein "Monster" mit einer Hand und ein Kleeblatt-Gebilde






