Sehens- & Wissenswertes

Das Denkmal, das der Erinnerung an Anne Frank gewidmet ist, entstand ohne Auftrag. Das jüdische Mädchen starb im März 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen. Durch ihr Tagebuch wurde sie zur Symbolfigur unter den Opfern des Nationalsozialismus. Inmitten eines Schotterfeldes erhebt sich der schwarze Granitstein, auf dem der Name Anne Frank geschrieben steht.

Mehr als doppelt überlebensgroß ragen zwei Figurengruppen auf großen Stelen beiderseits der Fahrbahnen der A59 am südlichen Brückenende zeichenhaft empor. Die "Berliner Brücke" verbindet über das Hafengelände den Süden mit dem Norden der Stadt Duisburg.

Wasserspeier sind Erfindungen des frühen Mittelalters und wurden zur Verbannung des Bösen an gotische Kathedraltürme - und -dächer montiert. Ihre figürliche Darstellung glich oft Fabelwesen und Fratzen. In einer überwiegend durch Neubauten der 1970er Jahre charakterisierten Umgebung - wie beim nahegelegenen Telekom-Gebäude - wirken diese monströsen Erscheinungen wie Fremdlinge und ziehen die Aufmerksamkeit des Betrachters magisch auf sich.

Dieser schwimmend verankerte Aluminium-Polyeder markiert in seiner stereometrischen Form eine bestimmte Stelle im Bertasee. Seine kristalline Form steht in Opposition zur umsäumenden Natur des Sportpark Duisburg und bietet den Vögeln eine Insel zum Verweilen.

Die Bronzefigur einer hockenden jungen Frau befindet sich in der Mitte der Fußgängerzone am Sonnenwall auf der Höhe des Seiteneingangs zur Einkaufspassage "Galeria". Ein dafür eigens gefertigter Sockel und eine eigens angelegte Pflasterung integrieren die Skulptur in die städtische Umgebung.

Gleich drei Mahnmale finden sich zum Gedenken an Duisburger Opfer der Nazi-Herrschaft in der Innenstadt.

Die Plastik bezieht ihre Spannung durch die künstlerische Überlegung wie man der statischen Masse des Eisens durch scherenschnittartige Durchsichten entgegenwirken kann. Der so entstehende Dialog zwischen Skulptur und Raum zeigt die tiefe Verbindung des Künstlers mit der Natur.

Die Edelstahl-Skulptur besteht aus zwei starken dynamischen, diagonal ansteigenden Röhren, die sich wie ein gordischer Knoten ineinander verlieren. Die spitzen Verwinkelungen am Ende der emporsteigenden Diagonalen stehen im deutlichen Kontrast zu den puristischen Klinikbauten aus den 1970er Jahren.

Schon von weitem erregt sie Aufmerksamkeit, die Stahlskulptur "Rheinorange". Die Skulptur ist eine Landmarke, entwickelt aus dem Ort heraus, an dem sie steht. Jener Punkt, an dem die beherrschenden Flächen von Rhein, Ruhr, Wasser und Wiesen zusammentreffen. In Form und Farbe übt sie sowohl Fern- als auch Nahwirkung aus.

Im Immanuel-Kant-Park, der das Wilhelm Lehmbruck Museum an drei Seiten umgibt, haben 40 Skulpturen einen orts- und situationsgebundenen Platz gefunden.

Diese überlebensgroße Skulptur des norditalienischen Bildhauers erscheint durch ihre feingliedrige Statur sehr elegant. Mediterrane Gelassenheit trifft auf eine rein funktional gedachte Architektur des dahinter liegenden Geldinstituts.

Alle U-Bahnhöfe der Stadtbahn sind nicht nur profane Haltepunkte im Nahverkehrsnetz, sie präsentieren sich auch als ein Zusammenspiel von Kunst und Architektur. So haben namhafte Künstler dazu beigetragen, dass die normalerweise nüchternen Rolltreppenschächte, die Auf- und Abgänge sowie die Bahnsteigwände der unterirdischen Haltepunkte zu ansprechenden Gesamtkunstwerken werden.

Kommunizierende Raum-, Leit- und Wegsysteme sind das Motiv, das den Künstler bei der Ausgestaltung des Bahnhofs "Auf dem Damm" leitete. Zentrale Aspekte seiner Bildideen sind: Verbinden, Verteilen, Sammeln, Bündeln, Leiten, Zirkulieren und Transportieren.

Über mehrere Zugänge erreicht der Besucher eine riesige U-Bahn-Halle mit vier verschiedenen Bahnsteigebenen. Farbe und Lichtführung spielen eine entscheidende Rolle. Immer wieder begegnen sich in der Gestaltung die vier Elemente Wasser, Erde, Luft und Feuer (Licht). Abgestufte Blautöne geben der Halle eine gewisse einheitliche Raumwirkung.

Das Künstlerpaar Gerhard Richter und Isa Genzken strebte bei der Gestaltung eine funktionale Kunst an - der Betrachter soll nicht sofort merken, daß er Kunstwerken gegenübersteht. Richter und Genzken verkleideten Wände, Säulen und sonstige Einrichtungen mit farbiger Emaille auf Edelstahlplatten und Spiegelglas.

Großformatige Schwarz-weiß-Motive, die 16 Rheinbrücken zeigen, prägen die U-Bahnhstation mit ihrer weiten, in stützfreier Konstruktion gebauten Halle. Die durch den Künstler fotografierten Brücken orientieren sich am Gestaltungsthema "Der Rhein, Basel-Duisburg-Rotterdam".

Kräftige Farben und abstrakte Darstellungen charakterisieren die Gestaltung der U-Bahnstation am Rathaus. Bereits die Zugangshallen stimmen auf die künstlerische Atmosphäre ein: Die Treppenanlage an der Kuhstraße/Steinsche Gasse ist mit farbig emaillierten Blechen verkleidet, die Fußgängerrampe an der Schwanenstraße fällt durch farbige Streifen auf.






